1000jährige Orgelbautradition in Halberstadt
Der Orgelbau in Halberstadt kann auf eine fast 1000jährige durchgängige Orgelbaugeschichte zurückblicken. Was liegt da für uns als heutige Halberstädter
Orgelbauer näher, als sich auch mit dem Erbe der alten Meister auseinanderzusetzen.
Am bekanntesten ist sicherlich die erste erhaltene Beschreibung der Orgel im Dom zu Halberstadt durch den Halberstädter Musikwissenschaftler Michael Praetorius. Ein
anderer bekannter Musikwissenschaftler, der zeitweilig in Halberstadt tätig war, war Andreas Werckmeister
Von den Orgelbauern ist Nikolaus Faber (Erbauer der von Praetorius beschriebenen Domorgel von 1361) ebenso zu nennen wie Heinrich Compenius der Ältere, David Beck, Christoph
Contius, Adolarius Papenius, Ludwig Jesse, Christoph Boden und Söhne, Willhelm Bergen, Carl Voigt, Eduard Hülle, Willhelm Sohnle und viele andere.

Da es in den Harz- und Harzvorlandgemeinden noch sehr viele Instrumente aus den vergangenen Jahrhunderten gibt, war es uns möglich, umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Restaurierung zu
sammeln (vgl. Punkt Reparatur und Restaurierung).
Durch den ständigen Umgang mit den Werken der alten Meister haben wir bewundern gelernt, mit wie viel Liebe, Erfindergeist und Idealismus die einzelnen Orgelbauergenerationen in
ihrer Zeit gelebt, gearbeitet und den Orgelbau geprägt haben.
Aus diesem Verständnis, den eigenen gesammelten Erfahrungen aus der Lehr- und Gesellenzeit sowie den Erfahrungen der Meisterausbildung und dem Gedanken- und Ideenaustausch mit
anderen Berufskollegen und Musikern gestalten wir den Orgelbau in unserer Zeit.
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