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Die Orgel wird wohl nicht umsonst als Königin der Instrumente bezeichnet. Was
es da nicht alles zu gucken und zu staunen gibt: Manuale, Pedale, Register,
Orgelpfeifen. So richtig interessant wird es, wenn die Orgelpfeifen ausgebaut
sind und der Blick in das Innere des Instruments frei wird. Deshalb waren vor
einigen Tagen auch die Jungen und Mädchen der Altenweddinger Grundschule in die
evangelische Kirche gekommen. Dort sind ja bekanntlich seit einiger Zeit die
Orgelbauer aus Halberstadt zugange, um die Orgel zu restaurieren.
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Die Jungen und Mädchen durften den Männern über die Schulter schauen und ihnen
Löcher in den Bauch fragen. Das erste große Staunen gab es, als die Kinder und
ihre Lehrerin Sabine Buchmann erfuhren, dass die aus dem Jahre 1892 stammende
Altenweddinger Orgel immerhin mehr als tausend Pfeifen haben wird. Im Zuge der
Restaurierung werden auch die fehlenden Register ersetzt. Diese waren bereits
im I. Weltkrieg entfernt worden. "In Altenweddingen dürfte es beinahe niemanden
mehr geben, der die Orgel noch komplett kennt", erklärte Pfarrer Jens-Martin
Langner
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den Kindern. Sie erfuhren auch, dass die längste Orgelpfeife aus Holz etwa 5,10
Meter misst, dabei umfasst der klingende Teil 4,80 Meter. Bei der kleinsten
Pfeife ist der klingende Teil nur 10 Millimeter kurz. "Wie alt kann denn eine
Orgel werden?" fragte eine Schülerin. "Wenn in der Kirche das Dach und die
Fenster dicht sind, die Holzwürmer das Instrument verschonen, kann eine Orgel
gut und gerne sieben bis neun Generationen überdauern, 400 bis 500 Jahre alt
werden", antwortet Orgelbauer Jürgen Seidenberg. Er erzählte den Schülern auch,
dass derzeit in der Halberstädter Werkstatt die Stimm- und
Intonationsvorrichtungen gesäubert werden. Aber die Metallpfeifen dürfen
keinesfalls poliert werden, dann wird die Schicht dünner und die Pfeife klingt
schlechter. Die Metallpfeifen bestehen aus einer Zinn-Blei-Legierung. Insgesamt
50000 Euro muss die Kirchengemeinde Altenweddingen als Eigenanteil für die
Sanierung aufbringen. Die Gemeinde hatte zwar fleißig gespart, aber auch auf
Fördergelder aus dem Kirchenkreis gehofft und genau diese kamen nicht. Nun ist
die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen, diese können auf das Konto
3030006467 der Bördesparkasse, Bankleitzahl 81051000, Kirchenkreis Egeln mit
dem Verwendungszweck Orgel Altenweddingen eingezahlt werden. Restaurierung der
Altenweddinger Orgel ist mit der Montage der letzten Register nahezu
abgeschlossen. Quelle: Volksstimme/Börde 9.Oktober 2004
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