Ernst Röver (1857-1923)
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Fr. W. Ernst Röver entstammte einer regional bedeutenden Orgelbauerfamilie Norddeutschlands. 1884 verließ er den väterlichen Betrieb in Stade, um die Werkstatt des im selben Jahr verstorbenen Adolph Reubke in Hausneindorf in der Nähe von Quedlinburg zu übernehmen.
Bis 1920 enstanden in dieser Werkstatt zahlreiche bedeutende Orgeln, die in den Gebieten Hamburg, Magdeburg, Mühlhausen, Leipzig und Berlin aufgestellt wurden. Doch auch im Ausland sind Orgeln aus seiner Werkstatt zu finden. So gibt es noch heute von ihm ein originales dreimanualiges Werk mit 38 Registern - einschließlich der Prospektpfeifen - in Moskau.
Charakteristisch für Ernst Rövers Orgeln ist die Kastenlade, welche von seinem Vater entwickelt, aber von ihm bis ins Kleinste vervollkommnet wurde. Heute kann man sagen, dass die pneumatischen Kastenladen von Ernst Röver die Laden sind, die sich durch ihre Robustheit und geringe Störanfälligkeit auszeichnen und die kaum eine Verzögerung zwischen Tastendruck und Ansprache der Pfeife ausweisen.
Durch den frühen Tod seines Sohnes während des Ersten Weltkrieges, der den Betrieb übernehmen sollte, und durch den wirtschaftlichen Rückgang nach dem Ende des Krieges musste die Firma 1921 geschlossen werden. 1923 starb Ernst Röver.
Er hinterließ sehr viele Instrumente, die sich durch eine äußerst solide Bauweise unter Verwendung hochwertiger Materialien auszeichnen.
Die Disposition und Intonation der Instrumente trägt eindeutig die Handschrift des romantischen Orgelbaus der Jahrhundertwende, deren bedeutender, wenn auch noch recht unbeachteter Vertreter er war.
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